
Freiheit
Wir Freimaurer streben nach Selbstbestimmung und Verantwortung für das eigene Handeln. Die Freiheit eines Freimaurers basiert auf Erkenntnis und Wissen. Wir lehnen jeden dogmatischen Zwang ab.
Gleichheit
Wir Freimaurer verstehen uns als Bund von Gleichgesinnten, unabhängig von unserem gesellschaftlichen Stand und unserer Herkunft. Unter uns Freimaurern herrscht Gleichheit, völlig unabhängig der sozialen Stellung einzelner Mitglieder.
Brüderlichkeit
Wir Freimaurer sind eine Bruderschaft, stammend aus der alten Tradition der Steinmetze. Brüderlichkeit ist für uns eine ethische Tugend, die die Hilfsbereitschaft und Verbundenheit ins Zentrum rückt.
Toleranz
Wir Freimauer leben die Toleranz untereinander durch aktives Zuhören und Akzeptieren anderer Meinungen. Toleranz bedeutet nicht desinteressiertes Geltenlassen anderer Ansichten sondern die Bereitschaft, die Überzeugung eines anderen in ehrlicher Auseinandersetzung zu respektieren.
Humanität
Wir Freimaurer achten die Würde eines jedes Menschens und fördern das menschlich Gute in der Welt. Der Humanitätsgedanke verpflichtet uns zur Nächstenliebe und der Erhaltung des Friedens und der Demokratie.
Freimaurerei allgemein
Spricht man über die moderne Freimaurerei, so steht als Gründungsdatum der 24. Juni 1717 im Vordergrund, an dem die erste Großloge in London ihre Tätigkeit aufnahm.
Die Gemeinschaft der Freimaurer, deren Mitglieder sich an denselben Grundsätzen orientieren, nennt sich Bruderschaft und verfügt weltweit über ca. 5-6 Millionen Mitglieder. Dabei stehen humanitäre Werte im Mittelpunkt, aber keine festgeschriebenen Dogmen. Wir sind alle miteinander verbunden, egal, ob sich ein Bruder auf unserem oder einem anderen Kontinent befindet. Hautfarbe und Religion spielen für uns keine Rolle, aber wir halten bis heute daran fest, ein reiner Männerbund zu sein.
Um Mitglied bei den Freimaurern zu werden, muss man ein ,freier Mann von gutem Ruf‘ sein, der gewillt ist, an seiner Persönlichkeit zu arbeiten. Wer sich vorstellt und bewirbt, wird allerdings nicht automatisch aufgenommen, sondern die jeweilige Loge befindet dann in einer Abstimmung – der sogenannten Ballotage – darüber. Bei einem positiven Ausgang steht der Aufnahme eines Kandidaten nichts im Wege.
Unser Symbol sind Winkel und Zirkel. Ein Symbol, welches die meisten Menschen schon irgendwo einmal gesehen haben – oftmals an Logenhäusern, die in vielen Ländern der Welt zu finden sind.
Es gibt Brüder, die dieses Abzeichen offen an ihrer Kleidung tragen und damit auch nach außen kundtun, dass sie Freimaurer sind. Andere halten sich, aus den unterschiedlichsten Gründen zurück, was aber ihre innere Überzeugung in keiner Weise schmälert.
Kein Freimaurer wird seinen Bruder in der Öffentlichkeit ,outen‘. Ob man sich als Freimaurer zu erkennen gibt, bleibt jedem selbst überlassen. Dafür haben wir besondere Erkennungszeichen, mit denen die Brüder ihre Zugehörigkeit zu einer Loge einander offenbaren können. Das klingt geheimnisvoll, hat aber nichts mit Mystik zu tun: Leider leben wir noch in einer Welt, in der es in manchen Ländern gefährlich ist, mit bestimmten Vereinen oder den Bruderschaften der Freimaurerei in Verbindung gebracht zu werden, die sich der Freiheit, Gleichheit, Toleranz und Humanität verschrieben haben. Freimaurerei wird dort, aus verschiedensten Gründen, unter Strafe gestellt. Diktatoren, faschistische und kommunistische Regime haben in der Vergangenheit immer wieder die Freimaurerei verboten und verfolgt, weil sie deren Zielsetzungen als Gefährdung ihrer eigenen Machtansprüche begriffen.
Wie sieht es nun innerhalb der Logen aus?
In der Freimaurerei haben wir, angelehnt an die im Handwerk tätigen Maurer – die operative Maurerei – drei Grade: Lehrling, Geselle und Meister. Dennoch sehen wir Freimaurer uns alle gegenseitig als gleichrangig auf derselben Ebene befindlich – eben als Brüder an.
Symbole sind von großer Bedeutung innerhalb der Freimaurerei, können aber an dieser Stelle nicht in wenigen Sätzen sinnvoll vermittelt werden.
Selbstverständlich ist es uns bekannt, dass es Stimmen gibt, die von einer Weltverschwörung der Freimaurer sprechen– das ist völliger Unsinn. Doch es hat sich über die Jahrhunderte der Existenz der Freimaurerei bewährt, lieber mit solchen Vorurteilen zu leben, als kontinuierlich Diskussionen in der Öffentlichkeit über ihren fehlenden Wahrheitsgehalt zu führen, die sowieso nicht geeignet sind, Verschwörungstheoretikern den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Eine Bruderschaft, die als Mitglieder Persönlichkeiten wie Johann Wolfgang von Goethe, Wolfgang Amadeus Mozart, George Washington, Charles-Maurice Talleyrand-Périgord, Johann Gottlieb Fichte, Carl von Ossietzky, Kemal Atatürk, Harry S. Truman, Winston Churchill, Guiseppe Garibaldi, Gustav Stresemann, Joseph Haydn, Edwin „Buzz“ Aldrin, Oscar Wilde, Benjamin Franklin, Mark Twain, Gotthold E. Lessing, König Hussein II., Simon Bolivar, Rudyard Kipling und Friedrich den Großen aufweisen kann, muss sich hinsichtlich einer humanitären Ausrichtung nicht rechtfertigen.
Wir wählen unterschiedliche politische Parteien und haben unterschiedliche Glaubensvorstellungen, es gab immer wieder Revolutionäre und Visionäre unter den Brüdern, aber niemals würde versucht werden, auf die inneren Überzeugungen und Entscheidungen des einzelnen Bruders einzuwirken. Die Pflicht zur Wahrung der Toleranz und Freiheit des Einzelnen verhindern dies.
Über uns
Die Loge «Zur Windrose» im Orient von Sargans wurde am 1. Januar 1999 von 20 Brüdern gegründet. Wer Menschen erreichen will, baut an strategisch günstigen Standorten neue Basen auf. Die nächstgelegene Loge im Osten ist am Viktorsberg (A), im Süden in Chur, im Westen in Rapperswil und im Norden in St. Gallen. In diesem Vakuum bot sich Sargans als jener Schnittpunkt an, der auch im Namen der Loge zum Ausdruck kommt.
An Anfang trafen sich die Brüder in Mels, später dann in Sargans, bis dann im Sommer 2004 eigene Logenräumlichkeiten erworben wurden.
Bei der Suche nach Ritualen, wurden jene des Alten und Angenommenen Schottischen Ritus (AASR) gewählt und die Anzahl der Aktivmitglieder auf 33 begrenzt.
Die Lichteinbringung durch die Organe der Schweizerischen Grossloge Alpina erfolgte am 2. Oktober 1999. Die Mitglieder treffen sich in der Regel in einem vierzehntägigen Rhythmus an einem Montag zu Vorträgen, unterbrochen durch eine zweimonatige Sommerpause.
In den Diskussionen darf jeder Bruder seine persönliche Ansicht äussern und ist sicher, dass sie nicht nach aussen getragen wird. Verschwiegenheit ist das Gegenteil von Geschwätzigkeit und hat mit Geheimniskrämerei nichts zu tun.
Die feierliche Aufnahme von neuen Mitgliedern, sowie unsere Sonnenwende- Feiern im Juni und Dezember, sind jeweils an Samstagen.
Obwohl wir ein reiner Männerbund sind, vergessen wir unsere Frauen nicht. Wir treffen uns mindestens zweimal jährlich zu einem geselligen Anlass mit ihnen.
Sandy Trachsel
Meister vom Stuhl
mvst@zurwindrose.ch
Bernhard Frühauf
Vorbereiter
vorbereiter@zurwindrose.ch
Roland Eckl
Sekretär
sekretaer@zurwindrose.ch
Kontakt
Wir freuen uns über Ihr Interesse an unserer Loge. Gerne beantworten wir Ihre Fragen und stehen Ihnen auch jederzeit für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.
Sie erreichen uns über die Mailadresse :
info@zurwindrose.ch
unsere Postanschrift :
FM-Verein Zur Windrose, Vorderdorfstrasse 30, 8892 Berschis
oder über untenstehendes Kontaktformular.
